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Bericht: SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn - 1. Herren

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Landesklasse Weser-Ems Nord Herren
SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn – HSG Neuenburg/Bockhorn 30:31 (17:16)

Mit einem etwas überraschenden Auswärtserfolg sind die Landesklassenhandballer der HSG Neuenburg/Bockhorn von ihrem Auswärtsspiel bei der SG SV F-fehn./TuS P-fehn heimgekehrt. Damit konnten die Herren einen weiteren direkten Konkurrenten weiter distanzieren und setzen sich weiter auf Platz vier fest. In diesem Spiel rannte man lange Zeit einem Rückstand hinterher, ehe auch hier wieder Torwart Buschmann in der Schlussphase zu einem entscheidenden Faktor avancierte und zahlreiche Chancen des Gegners zunichtemachte und die Neuenburger Angriffsspieler mit viel Herz das Spiel noch drehten.

Nachdem Trainer Frosch in der Vorwoche mit einigen Personalproblemen zu kämpfen hatte, kehrten an diesem Samstag dann doch mehr Spieler zurück als zunächst erwartet. Einzig Simon Carstens (privat verhindert), Stefan Thunemann (krank), Henning Wuttke (Knieverletzung) und Harald Niesel (verletzt) fehlten an diesem späten Nachmittag, so dass Trainer Frosch auch aufgrund der spielfreien 2. Herren mit breitem 14er-Kader in das Spiel gehen konnte. Aber auch die Gastgeber konnten mit voller Kapelle spielen, so dass für beide Mannschaften die besten Voraussetzungen geschaffen waren. Dabei schoben sich beide Mannschaften in den jeweiligen Vorberichten die Favoritenrolle dem anderen zu. Den Südfriesländern ehrt dieses, gerade auch als Aufsteiger, und fühlt sich durch diesen Respekt nun auch endgültig in der Liga angekommen. Dennoch fühlte man sich nicht als Favorit, da die Hausherren gerade in ihren Heimspielen eigentlich nicht einfach zu bezwingen sind und in dieser Saison bislang noch ungeschlagen waren.

Das Spiel begann offen mit leichten Vorteilen auf Seiten der HSG, welche beim 2:3, 3:4 und 4:5 zunächst die Führung inne hatte. Die Gastgeber versuchten mit der schnellen Mitte und Tempospiel die Abwehr der Neuenburger durcheinander zu wirbeln, was in den ersten Minuten noch nicht ganz so gelang. Im Positionsangriff stand die Neuenburger Defensive recht sicher, so dass die Gastgeber sich zunächst schwer tat. Dieses änderte sich im weiteren Verlaufe, wodurch die Gastgeber ihrerseits die Führung des Spiels übernahm. Über 6:5, 8:7, 11:9 bis zum 14:10 nach 21. Minuten gingen die Gastgeber mit vier Toren in Führung. Doch es folgte dann wieder eine bessere Phase der Südfriesländer. Man stand hinten sicher und verwandelte vorne wieder effektiver. Beim 14:13 nahmen die Gastgeber eine Auszeit, um sich neu einzustellen, doch bis zur Pause änderte sich am Spielverlauf nicht mehr sonderlich viel und beim 17:16 wurden schlussendlich die Seiten gewechselt.

Das generelle Bild des Spiels änderte sich in der zweiten Halbzeit zunächst nicht wesentlich. Das Spiel war nicht unbedingt schön anzusehen und lebte viel von Einzelaktionen. Die Neuenburger „verstrickten“ sich vor allem in der Anfangsphase zu sehr in ihren Angriffsbemühungen, so dass die Hausherren sich auf 19:16 absetzten. Auch wenn die Neuenburger das Spiel fortan weiter offen hielten, so konnte man den Rückstand nicht komplett wett machen, da man auch immer wieder an dem gut aufgelegten Heim-Keeper hängen blieb. Beim 26:23 sah man sich immer noch einem 3-Tore-Rückstand gegenüber (50. Minute) und man hatte schon fast das Gefühl, dass man dieses Spiel nicht mehr drehen kann. „Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“, denn nun kam die Neuenburger Defensive wieder besser in das Spiel und man erinnerte sich etwas an das Spiel in der Vorwoche. Der Kampf und die Leidenschaft wurde wieder aufgenommen und um jeden Ball gekämpft. Die Gastgeber bissen sich mehr und mehr die Zähne aus und Torwart Buschmann steigerte seine Leistung auch immer weiter, so dass zahlreiche klare Möglichkeiten der Hausherren verpufften. Beim 26:26 glichen die Neuenburger durch Fiete Wuttke aus und der psychologische Vorteil lag endlich auch auf Seiten der Südfriesländer. Auch wenn der Gegner noch zweimal in Führung gehen sollte, so glichen die Neuenburger immer wieder aus. Vor allem der Treffer durch das „Auge“ Finn Ahrens zum 28:28 (Torschütze ist Fehler im offiziellen Spielbericht) war sehenswert, als er ansatzlos und aus gefühlt zehn Metern durch drei Gegenspieler hindurch den Ball unten links versenkte. Es folgte danach aber die Ernüchterung, als Spielmacher Jochen Silk für eine Abwehraktion mit der roten Karte belastet wurde. Den fälligen Strafwurf hielt Torwart Buschmann, so dass man nun die Chance hatte selbst in Führung zu gehen. Dieses gelang dann auch in der Unterzahl und auch der folgende Angriff der Gastgeber wurde erfolgreich abgewehrt, so dass man die Chance hatte sich mit zwei Toren abzusetzen. Nach einer gut gespielten Kombination wurde Niclas Bredehorn am Kreis derart behindert, so dass es zu einer weitere Disqualifikation auf Seiten der Gastgeber kam. Konstantin Pawils verwandelte im Anschluss den fälligen Strafwurf mit aller Wucht. Die Vorteile lagen in den letzten zwei Minuten auf Seiten der Neuenburger und trotz weiterem Gegentor spielte man die eigenen Angriffe ruhig und dann auch erfolgreich herunter, so dass die Gegner auch trotz zweifacher Manndeckung nicht mehr entscheidend verkürzen konnte. Die Zeit rannte den Hausherren schlussendlich davon und die Neuenburger feierten einen überraschenden und knappen 30:31-Erfolg.

Fazit: Großer Kampf und wichtige und unerwartete Auswärtspunkte gegen den Abstieg!

Spielfilm: 2:2 (5. Min), 4:5 (10.), 9:7 (15.), 13:10 (20.), 14:13 (25.), 17:16 (Halbzeit), 19:16 (35.), 22:19 (40.), 23:21 (45.), 26:24 (50.), 27:27 (55.), 30:31 (Endstand).

Die Neuenburger spielten mit: Florian Prill und Lars Buschmann im Tor, Ronny Semler, Jonas Reuter (3), Arne Boer (1), Devin Guenster, Bernd Bohlken (5), Jochen Silk (9/2), Tobias Kache (3), Fiete Wuttke (1), Niclas Bredehorn (1), Konstantin Pawils (7/3), Finn Ahrens, Nils Stulke (1).

   

   

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