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Bericht: VfL Oldenburg - 1. Herren

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Landesklasse Weser-Ems Nord Herren
VfL Oldenburg - HSG Neuenburg/Bockhorn 29:30 (12:19)

Pflichtaufgabe erfüllt – mehr war es am Ende dann doch nicht! Gegen den Tabellenvorletzten VfL Oldenburg zeigten die Neuenburger zwar in der ersten Halbzeit eine gute Vorstellung, aber in Halbzeit zwei passte vieles einfach nicht mehr zusammen, zumal dem kleinen Kader die zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden doch anzumerken waren. Am Ende war es ein hartes Stück Arbeit die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen, aber sie sind in den Händen der HSG und das zählt am Ende in der Tabelle. Damit geht man nun gerüstet und mit 10:2 Punkten in das kommende Topspiel, welches gegen den Landesligaabsteiger und direkten Tabellennachbarn TS Hoykenkamp geht.

Personell waren die Voraussetzungen im Vergleich zum Nachholspiel am vergangenen Donnerstag ganz andere. Mit Jochen Silk, Henning Wuttke, Tobias Kache, Jonas Michael, Fiete Wuttke, Arne Boer und Finn Ahrens fehlten gleich sieben Spieler, so dass Trainer Frosch die Alternativen ausgingen. Doch die Neuenburger bewiesen in der Vergangenheit schon öfter, dass diese mit solchen Situationen gut umgehen konnten und hofften auch in diesem Spiel dies wieder gut umsetzen zu können. Gegner VfL Oldenburg hatte dagegen absoluten Luxus und konnte eine volle Bank aufbieten. Gerade im Kampf gegen den Abstieg will man vor allem im Heimspiel mit breitem Kader möglichst viele Alternativen haben. Trotz der Umstände gingen die Neuenburger als Favorit in das Spiel und wollten gegen den Tabellenvorletzten sich möglichst gut präsentieren, damit man optimal in das Spitzenspiel am folgenden Samstag gehen kann.

Die ersten sechs Minuten des Spiels waren noch sehr ausgeglichen. Die Neuenburger mussten vielmehr darauf achten sich personell nicht schon zu früh zu reduzieren, hatte man bereits nach sechs Minuten zwei 2-Minuten-Strafen sich eingehandelt. Doch dies sollten in Halbzeit eins dann die einzigen Strafen sein. Das Spiel war ansonsten bis zum 4:4 in Minute acht ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten sich in dieser Phase noch aufeinander einzustellen. Dieses gelang fortan den Neuenburgern nun immer besser, denn mit einer 0:5-Serie schraubten die Südfriesländer nach rund dreizehn Minuten das Ergebnis auf 4:9 hoch. Dabei zeigten sich die Neuenburger Schützen wieder einmal äußerst Treffsicher. Auch der Zwischenzeitliche Treffer der Hausherren sollte den Neuenburger Angriffswirbel kaum Wind aus den Segeln nehmen, so dass man bis zur 18 Minute bereits auf 06:13 erhöhen konnte. Ähnlich wie im Spiel am Donnerstag deutete sich auch in diesem Spiel schon früh wieder ein Debakel für den Gegner an. Doch genau in dieser Phase kamen die Gastgeber besser in das Spiel und konnten den Rückstand etwas minimieren, allerdings kamen diese nicht näher als fünf Tore an die Neuenburger ran. Im Gegenteil, zum Ende der Halbzeit stellten die Südfriesländer mit einem Doppelpack wieder den Sieben-Tore-Vorsprung her. Beim 12:19 aus Sicht des Gastgebenden VfL Oldenburg ging es in die Kabine und die Neuenburger hatten den Gegner sehr gut in Griff.

Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielten die Gastgeber und diese kamen fortan auch besser aus der Kabine. In den ersten fünf Minuten konnten sie den Rückstand wieder auf fünf Tore minimieren unter anderem auch, weil die Neuenburger einige Chancen haben liegen lassen und sich erste Unkonzentriertheit breit machte. Kritisch wurde es dann ab Minuten 37, denn dort handelte sich der bisher beste Schütze der Neuenburger (neun Treffer bis hierhin, am Ende zwölf Treffer) sich die zweite Zeitstrafe ein und musste darauf achten in den verbleibenden 21 Minuten „straffrei“ zu bleiben. Gleiches galt dann wenige Minuten später auch Konstantin Pawils. Die Oldenburger nutzten diese Überzahlsituation erfolgreich und konnten auf vier Tore verkürzen (18:22 - 39. Min.). In dieser Phase wurde es dann auch zunehmend hektisch und es folgten zwei weitere Zeitstrafen (je eine auf jeder Seite). Auf Seiten der Neuenburger merkte man mit zunehmender Spieldauer nun doch, dass man zwei Spielen binnen 48 Stunden absolvierte, denn man ging zunehmend mehr auf dem Zahnfleisch und produzierte immer mehr schlechte und unvorbereitete Würfe sowie zahlreiche technische Fehler. Die Hausherren witterten daher zunehmend Morgenluft und kamen mit vier Treffern in Serien auf 22:23 (45. Min) bis auf ein Tor heran. Die Neuenburger ließen alles vermissen, was sie in der ersten Halbzeit noch ausgemacht hatten. Trainer Frosch musste reagieren und zog die Time-Out-Karte um seine Mannen wieder auf das Wesentliche einzustellen. Diese zeigte etwas Wirkung, denn Simon Carstens, Konstantin Pawils und Jonas Reuter konnten mit jeweils zwei Treffern wieder etwas Ruhe reinbringen, so dass die Südfriesländer sich wieder auf drei Tore absetzen konnte (26:29 - 55 Min.). Doch ein Doppelschlag in den folgenden 60 Sekunden brachte die Oldenburger wieder auf ein Tor heran, so dass das Spiel in den letzten fünf Minuten auf Messers Schneide war. Fast vier Minuten lieferten sich die Mannschaften einen Schlagabtausch ohne das auch nur ein Treffer fiel. Erst kurz vor Anbruch der letzten Spielminute erzielte Simon Carstens das 28:30, doch die Hausherren gelang mit einer „schnellen Mitte“ sofort wieder der Anschluss. Beide Mannschaften mussten im Anschluss aufgrund von einer Zeitstrafe mit einem Mann weniger agieren. Das bedeutete mehr Platz, welchen die Neuenburger aber nicht nutzen konnten und sich so dem letzten Angriff gegenübersah. 16 Sekunden blieben noch auf der Uhr und die Oldenburger warfen noch einmal alles hinein und kamen sogar noch einmal frei zum Wurf, doch Torwart Lars Buschmann vereitelte diese 100%-ige Chance und hielt damit den am Ende sehr mühseligen 29:30-Erfolg fest.

Fazit: Gute erste Halbzeit war Grundstein für den Erfolg, da in Halbzeit zwei die Körner nach zwei Spielen in 48 Stunden ausgingen. Nun heißt es Regeneration und Vorbereiten auf das Spitzenspiel zum Zeteler Markt.

Spielfilm: 3:3 (5. Min), 4:6 (10.), 5:10 (15.), 8:13 (20.), 11:16 (25.), 12:19 (Halbzeit), 16:21 (35.), 19:23 (40.), 22:23 (45.), 24:25 (50.), 27:29 (55.), 29:30 (Endstand).

Die Neuenburger spielten mit: Lars Buschmann und Harald Niesel im Tor, Jonas Reuter (4), Stefan Thunemann, Bernd Bohlken (5), Devin Guenster (1), Simon Carstens (12/2), Niclas Bredehorn (1), Konstantin Pawils (4), Nils Stulke (3).

   

   

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