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Bericht: SG Obenstrohe/Dangastermoor - 1. Herren

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Landesklasse Weser-Ems Nord Herren
SG Obenstrohe/Dangastermoor - HSG Neuenburg/Bockhorn 28:31 (14:14)

Es gab immer mal wieder die Zeiten, wo ein häufiger Tabellenführer der Fußball-Bundesliga aus dem Süden der Republik nicht schön spielte, aber dann doch immer irgendwie dreckig siegte und am Ende häufig die Meisterschaft feierte. Letzteres ist vielleicht noch ein wenig arg weit her geholt und zum jetzigen Zeitpunkt der Saison auch viel zu verfrüht, aber dieser dreckige Sieg der Landesklassen-Handballer der HSG Neuenburg/Bockhorn im Derby bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor passte irgendwie zu diesem Spiel, denn schön war es in der Tat nicht anzusehen, aber am Ende zählten die Punkte. Emotionen, immer mal wieder härtere Gangarten auf beiden Seiten und ein Schiedsrichtergespann, welches das Spiel gut im Griff hatte machten das Derby zu dem, was es auch ausmachen sollte, zumal das Spiel weitestgehend ausgeglichen war und somit bis zum Ende spannend war. Am Ende zeigte sich HSG-Trainer Bernd Frosch trotz allem hochzufrieden, zumal die Voraussetzungen vor dem Spiel sich beinahe stundenweise verschlechterten.

Nach dem breiten Kader in der Vorwoche fielen in der vergangenen Woche dann zunehmend mehr Spieler aus. Neben den ortsabwesenden Tobias Kache, Harald Niesel und Ronny Semler sowie den Verletzten Jochen Silk, Henning Wuttke und Jonas Michael, mussten aufgrund von Krankheit dann auch noch Konstantin Pawils und Nils Stulke krankheitsbedingt absagen. So standen Trainer Frosch neben einem Torwart gerade noch neun Feldspieler zur Verfügung. Die Hausherren konnten dagegen mit breitem Kader in das Spiel gehen, doch die Neuenburger wussten um die eigene Stärke und gingen dennoch sehr optimistisch in das Spiel, zumal man sich jetzt nicht unbedingt unter Druck gesetzt fühlte, auch wenn der Platz an der Sonne durchaus angenehm ist.
 
Wenig überraschend begannen die Gastgeber mit einer Manndeckung gegen den Neuenburger Rückraumspieler Simon Carstens. Nutznießer sind dann aber die übrigen Spieler, die mit mehr Platz viel mehr anstellen können und ihre Schnelligkeit ausnutzen können. So waren es die beiden Außenspieler Jonas Reuter und Devin Guenster, welche mit je zwei Treffern für eine ausgeglichene Anfangsphase sorgten. Auch, weil die Neuenburger Defensive zunächst den gegnerischen Goalgetter Chrsitian Schmidt (3 von 4 Treffern in der Anfangsphase) nicht in den Griff bekamen. Wirklich absetzen konnte sich in der ersten Halbzeit dann auch keine der beiden Mannschaften, zumal die beiden gegenüberstehenden Torhüter ein durchaus gutes Spiel zeigten und sich beide im weiteren Verlauf des Spiels immer weiter steigerten. Wenige Highlights prägten das Spiel und beide Mannschaft neutralisierten sich auch immer wieder mit technischen Fehlern oder auch schwachen Abschlüssen. Die Neuenburger versuchten in dieser Phase auch ein wenig mit den Kräften hauszuhalten, da das Spiel hinten raus noch lang werden wird. Symptomatisch war ein Kommentar von der Tribüne, der besagte "es fühlt sich wie einhöherer Rückstand an, aber es steht immer noch Unentschieden!" Am Ende ging es mit 14:14 in die Halbzeitpause.
 
Nachdem die Heimsieben in Halbzeit eins die einzige zwischenzeitliche zwei-Tore-Führung erzielten, waren es in Halbzeit zwei zunächst die Neuenburger, die die Vorteile auf ihrer Seite hatten. Allerdings wollte in diesem Spiel nie wirklich Ruhe einkehren, da beide Mannschaften in dieser Phase immer wieder an den beiden guten Torhütern Hattensauer/Buschmann scheiterten und man schon hören sagte, dass am Ende das Spiel über den Torwart entschieden wird. Natürlich gehören da auch noch andere Faktoren rein, wie zum Beispiel die starken Außenspieler auf seiten der HSG, die zusammen 18 Tore erzielten und somit den immer wieder Offensiv angegangenen Neuenburger Rückraum entlasteten. Doch entscheidend absetzen konnte sich bis in die Schlussphase keine Mannschaft, doch man hatte zunehmend mehr das Gefühl, dass die Neuenburger am Ende die besseren konditionellen Reserven hatten. Eine Auszeit zur richtigen Zeit brachte die Neuenburger entscheidend in Front, zumal de Gastgeber nun einen technischen Fehler nach dem anderen produzierten und die Neuenburger somit immer wieder schnell und leicht in Ballbesitz kamen. Leider nutze man selbst zwar nicht jede Chance und verpasste es den Sack früher zuzumachen, doch als dann zwei Minuten vor dem Ende das 27:30 für die Neuenburger fiel war das Spiel mehr oder weniger entschieden, zumal der Ball immer wieder schnell im Ballbesitz der HSG-Spieler befand, welche am Ende dann mit einem 28:31-Sieg und dem Schlachtruf "Derbysieger! Derbysieger! Hey! Hey!" die Halle verlassen konnten.
 
Übrigens: Das heutige Ergebnis spiegelt sich in dem Ergebnis der ersten Heimniederlage der SG Obenstrohe/Dangastermoor wider, welche bereits in der Saison 2017/2018 geschehen ist. Damit konnte die HSG Neuenburg/Bockhorn dem Gastgeber nun die dritte Niederlage seit Vereinsgründung zufügen ;-)!
 
Fazit: Nicht schön, aber dreckig! Wie in den besten Bayern-Zeiten ;-)!

Spielfilm: 4:3 (5. Min), 6:6 (10.), 7:7 (15.), 11:9 (20.), 12:12 (25.), 14:14 (Halbzeit), 17:18 (35.), 21:21 (40.), 23:22 (45.), 24:25 (50.), 26:28 (55.), 38:31 (Endstand).

Die Neuenburger spielten mit: Lars Buschmann im Tor, Jonas Reuter (9), Arne Boer, Devin Guenster (8), Stefan Thunemann (1), Bernd Bohlken (6), Simon Carstens (5/2), Fiete Wuttke, Niclas Bredehorn (1), Finn Ahrens (1).

 

   

   

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